Ein Tag, der weltweit Hoffnung schafft – der BRA Day

Auch in unserer freizügigen, offenen Welt gibt es sie noch – unangenehme Tabuthemen. Themen, über die man nicht gerne spricht, und über die es daher auch sehr wenig offen zugängliches Informationsmaterial gibt. Solche Themen betreffen zum Beispiel Frauen, die durch die Hölle einer Brustkrebserkrankung gegangen sind oder die ein hohes Risiko dafür in sich tragen.

Wie bleibt frau eine Frau, wenn ihr ein Teil der Weiblichkeit genommen wurde?

Das Schweigen brechen…

Tatsächlich entscheidet sich nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Frauen, die eine oder Teile ihrer Brust durch ein Krebsleiden verloren haben, für eine Rekonstruktionsplastik. Experten vermuten dahinter einen erschreckenden Mangel an aktiver Aufklärung.

Im Jahr 2011 beschloss die kanadische Stiftung Willow Breast & Hereditary Cancer Support, eine internationale Veranstaltung zu etablieren, bei der betroffene und bedrohte Frauen frei über ihre Ängste, ihre Leiden und ihre Möglichkeiten sprechen können – den Breast Reconstruction Awareness Day, kurz: BRA Day.

…voneinander lernen…

Mut soll das Treffen machen. Informationen vermitteln. Nicht zuletzt eine Plattform darstellen, mittels derer Frauen in unterschiedlichen Stadien ihrer Erkrankung Erfahrungen austauschen können.

Viel zu viele Frauen verstecken ihre Erlebnisse unter weiten Pullovern. Viel zu viele riskieren ihr Leben aus Angst vor einem drastischen Schritt wie der prophylaktischen Gewebeentnahme an der Brust und Auffüllung derselben mit künstlichen Implantaten oder Eigenfett.

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Der BRA Day hält in seiner ursprünglichen Form ein umfangreiches Programm mit ungewöhnlichen Highlights bereit.

Neben Vorträgen und Präsentationen von Experten auf dem Gebiet der plastischen Brustrekonstruktion sowie von ehemaligen Patientinnen können sich Betroffene in Gesprächen mit plastischen Chirurgen erstmals über ihre individuellen Möglichkeiten informieren. Zusätzlich stehen an verschiedenen Tischen Spezialisten unterschiedlicher Teilgebiete der plastischen Rekonstruktionschirurgie bereit, um die Gäste zu all ihren Fragen zu beraten.

Ein besonderes Highlight bildet die show-and-tell-Lounge. In für Männer unzugänglichen Räumlichkeiten können Betroffene mit ehemaligen Patientinnen über ihre Erfahrungen sprechen. Sie können ihren Ängsten Ausdruck verleihen oder das Ergebnis einer Rekonstruktion hautnah und real erleben.

Das BRA Day Event findet nicht an einem, sondern an vielen verschiedenen Orten weltweit gleichzeitig statt. Er ermöglicht Interessentinnen überall eine unkomplizierte Möglichkeit der Aufklärung und des Erfahrungsaustauschs zu erhalten.

Von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort variiert das Programm der Aufklärungsinitiative. Im Mittelpunkt stehen immer aktuelle medizinische Neuheiten. Somit ist der BRA Day nicht nur für Patientinnen eine Informationsplattform, auch Ärzte und Chirurgen können wiederum ihre gewonnenen Erkenntnisse weitertragen.

…gemeinsam Lösungen finden!

Die Frauen, die bereits an einer BRA Day Veranstaltung teilgenommen haben, bestätigen die mutige Absicht der Initiatoren. Endlich gibt es eine Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und mit anderen Betroffenen oder mit solchen, die das alles hinter sich lassen konnten, zu sprechen. Hier schwinden die Angst und die Scham. Ehrliche Gespräche sind möglich! Erste Kontakte werden geknüpft. Ideen werden zu Plänen! Es wächst der Keim einer längst vergessenen Hoffnung – der Hoffnung auf ein neues Leben!

Zögern auch Sie nicht, Ihre Sorgen auszusprechen und sich einen Rat von Schicksalsgefährtinnen zu holen.

Der BRA Day findet einmal jährlich im Herbst statt. Mehr Informationen dazu, Ansprechpartner und eine Übersicht der nächsten geplanten Veranstaltungen in Deutschland finden Sie hier.

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