Kapselfibrose – wenn der Schutzschild zum Problem wird

Jede Operation birgt Risiken und kann unter Umständen zu gesundheitlichen Schäden führen, die ohne den Eingriff nicht entstanden wären. Viele schrecken aus diesem Grund vor allem vor Schönheitsoperationen zurück, da diese zu den absolut vermeidbaren gehören. Mit der richtigen Aufklärung und einer entsprechenden Sorgfalt bei der Wundheilung müssen Sie jedoch nicht auf die große emotionale Erleichterung verzichten, die Ihnen die moderne plastische Chirurgie bieten kann. Bei Dr. Giessler und ihrem Team hat die Aufklärung über und die Vermeidung von Risiken bei Operationen stets oberste Priorität. Ein besonders häufig auftretendes Risiko bei Brustvergrößerungen mit Implantaten stellt die Kapselfibrose dar. Sie kann einseitig oder an beiden Brüsten gleichzeitig in unterschiedlicher Ausprägung auftreten.

Symptome einer Kapselfibrose erkennen

Eine gewöhnliche und gut gemeinte Immunreaktion des Körpers besteht darin, Fremdkörper, die sich partout nicht entfernen lassen wollen, durch die Bildung einer zarten Gewebehülle vom restlichen Organismus abzuschirmen. Das an sich kann man sogar als Vorteil betrachten, weil das Implantat durch die leichte Fibrosierung noch zusätzlich an Ort und Stelle festgehalten wird.

Problematisch wird es, wenn sich die zarte Hülle zu einem massiven Panzer entwickelt.

Das Wachstum einer Kapselfibrose führt in vier Stufen über Verhärtungen der Brust zu Verschiebung oder Verdrehung des Implantats, Faltenbildung und schließlich zu anhaltenden Schmerzen sowie einem inakzeptablen äußeren Erscheinungsbild.

Eine ausgewachsene Fibrose tut nicht nur weh, sie verkehrt auch den ästhetischen Effekt der Brustvergrößerung drastisch ins Negative. Durch die panzerartige, unflexible Hülle wird das Implantat rigoros zusammengedrückt. Das Ergebnis sind harte, äußerst berührungsempfindliche, tennisballrunde Brüste.

Im schlimmsten Fall kann eine unbehandelte Kapselfibrose dazu führen, dass das Implantat reißt und das darin befindliche Silikon austritt. Spätestens jetzt ist eine Operation unumgänglich.

Frühzeitig handeln

Erste Anzeichen einer Kapselfibrose sind Spannungsgefühle in der Brust bis hin zu einem leichten Ziehen bei Bewegungen, die die Brustmuskulatur dehnen. In diesem Stadium muss nicht unbedingt eine Behandlung eingeleitet werden, auch wird sich die Fibrose nicht zwangsläufig verschlechtern.

Auf Nummer sicher gehen Sie dennoch, wenn Sie auch bei ersten Anzeichen den Rat ihrer Chirurgin aufsuchen. Sie kann durch Abtasten der Brust und eine Ultraschalluntersuchung eine zutreffende Diagnose stellen.

Angemessen reagieren

Bei einer leichten Kapselfibrose der Stufe eins können Massagetechniken Linderung verschaffen. Kommen Schmerzen hinzu, empfiehlt sich eine medikamentöse Behandlung mit entzündungshemmenden Mitteln oder auch eine Ultraschallbehandlung. Dabei wird die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Gewebekapsel verbessert, wodurch diese deutlich elastischer und flexibler wird.

Ist die Kapselfibrose bereits so weit fortgeschritten, dass sie von außen sicht- und tastbar wird, lässt sich eine operative Behandlung nicht umgehen. Dabei wird die Gewebekapsel entweder gelockert oder aber auch ganz entfernt. Meistens genügt ein sogenannter Fibrosenschnitt, um dem Implantat wieder mehr Platz zu verschaffen.

Bei einer bereits vollständig entwickelten Kapselfibrose muss das gesamte panzerartige Gewebe mitsamt dem Implantat entfernt werden, das auf Wunsch durch ein neues ersetzt werden kann.

Absichern

Bei einer Kapselentfernung mit gleichzeitiger Implantatserneuerung sind die Kosten in etwa so hoch wie bei einer ersten Brustvergrößerung.

Auch wenn die Folgeoperation ärztlich angeordnet wurde bzw. unumgänglich ist, wie im Fall einer anderweitig nicht mehr behandelbaren Kapselfibrose, übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten für das Entfernen des Implantats mitsamt der verhärteten Kapsel nicht, die Operation muss erneut vom Patienten selbst finanziert werden.

Es gibt jedoch die Möglichkeit, vor dem Einsetzen der ersten Implantate eine spezielle Versicherung abzuschließen, die in den ersten drei Jahren den Implantatsaustausch im Falle einer Kapselfibrose vollständig übernimmt.

Vorbeugen

Der beste Weg der Heilung ist, die Krankheit gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Da Kapselfibrosen zu den häufigsten Folgen von Brustimplantat-Operationen zählen, gibt es inzwischen einige Studien zur Vermeidung derselben. Zunächst ist die Wahl eines geeigneten Implantates wichtig. Studien ergaben, dass Produkte mit aufgerauter Oberfläche weniger häufig Kapselfibrosen hervorrufen als vergleichbare Produkte mit glatter Oberfläche.

Es gibt einige Empfehlungen an den Operateur zur Vermeidung von Kapselfibrosen, dazu gehören besonderere Vorkehrungen während der Operation, ebenso gibt es zahlreiche Verhaltensempfehlungen an die Patientinnen im Anschluss an die Operation. Selbstverständlich werden diese Empfehlungen in der Praxis Dr. Giessler durchgeführt und ausgesprochen.

Sprechen Sie mit der Expertin für Brustimplantate über das Risiko und die Vermeidung einer Kapselfibrose nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten. Richtig vorbereitet lassen sich derartige Komplikationen leicht im Keim ersticken und einer schönen, wohlgeformten Brust steht nichts im Wege!

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