Karpaltunnelsyndrom – Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Schläft Ihr Daumen morgens länger als Sie? Kribbeln Ihre Finger nach einer Fahrradtour? Haben Sie gar beim Greifen Schmerzen in den ersten drei Fingern Ihrer Hand? Dann kommen Sie in die Praxis Dr. Giessler und lassen Sie sich ausführlich aufklären, wie Sie das Karpaltunnelsyndrom behandeln können. Einige Informationen erhalten Sie schon jetzt.

Der Karpaltunnel ist eine Art Röhre, die vom Unterarm bis zur Handwurzel reicht und, ähnlich einem haushaltsüblichen Kabel, einige wichtige Nerven und Gefäße im Innern schützt, die für die Benutzung und Versorgung der Hand nötig sind. Von zentraler Bedeutung hierfür ist der Mittelnerv, der für die Empfindung von Daumen, Zeige- und Mittelfinger und für die Steuerung derselben entscheidend ist.

Das Karpaltunnelsyndrom äußert sich in einer Verengung des Versorgungstunnels. Dadurch wird der Mittelnerv eingeklemmt und in seiner Funktion stark beeinträchtigt.

Ursachen

Meistens liegt dem anatomischen Engpass eine genetische Disposition zugrunde. Schwangerschaft, rheumatische Erkrankungen und sonstige körperliche Ausnahmezustände, die sich auf das Bindegewebe auswirken, können ebenfalls ein Karpaltunnelsyndrom bedingen. Desgleichen gilt für Veränderungen am Knochen durch schlecht verheilte Brüche und Arthrose oder auch für Diabetes. Mechanische Tätigkeiten im alltäglichen Niveau sind keine ausschlaggebenden Faktoren für ein Karpaltunnelsyndrom.

Symptome

Zunächst tauchen die Symptome wie zufällig nach besonderer Belastung auf. Etwa, nachdem die Hand im Schlaf oder nach einer längeren Fahrradtour abgeknickt war. Die Mangelversorgung des Mittelnervs äußert sich in Taubheitsgefühlen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger, Kribbeln und Schwächegefühl bei Greifbewegungen. Diese zunächst nur akut auftretenden und rasch wieder abklingenden Symptome können bei Nichtbehandlung zu einem Dauerzustand der Missempfindung und funktionalen Beeinträchtigung werden. Hieraus können weitere Komplikationen entstehen, wie eine völlige Taubheit der Finger oder eine Muskelschädigung des Daumens (Daumenballen-Atrophie) und daraus resultierend ein deutlicher Kraftverlust bei Greifbewegungen.

Diagnosestellung

Das Karpaltunnelsyndrom wird in drei Schritten diagnostiziert:

1. Eine objektive Funktionsprüfung der Hand und Finger, einfache Tests im Hinblick auf Empfindungsstörungen oder Belastungssymptome (eine vorübergehende Missempfindung nach starkem Abknicken des Handgelenks) dienen der Feststellung, ob ein Karpaltunnelsyndrom vorliegt oder nicht.

2. Elektrophysiologische Untersuchungen können anhand der Nervenleitgeschwindigkeit klären, inwieweit der Mittelnerv bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde.

3. Zuletzt muss, falls noch nicht bekannt, die Ursache des Karpaltunnelsyndroms geklärt werden. Dies ist wichtig für die anschließende Behandlung.

Das Karpaltunnelsyndrom behandeln

Handelt es sich beim Karpaltunnelsyndrom um ein Nebenprodukt einer Schwangerschaft, sollte eine Handgelenksschiene ausreichen, um die Belastung auf den Mittelnerv zu reduzieren. In ähnlich akuten Situationen können Medikamente, wie Cortison oder auch Ultraschallwellen, zu einer Besserung der Beschwerden führen.

Bei einem chronischen Zustand ist ein chirurgischer Eingriff zwingend erforderlich. Dabei wird ein Hautschnitt auf der Handinnenseite durchgeführt und das darunterliegende Bindegewebsband durchtrennt, sodass die Durchblutung im Innern der Versorgungsröhre wieder gewährleistet ist und weder Nerven noch Gefäße eingeengt werden.

Der ganze Eingriff dauert nur ein paar Minuten und kann unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Ein leichter Kompressionsverband sollte für einige Tage getragen werden. Es gelten die üblichen Schonungs- und Hygieneempfehlungen nach Operationen mit offenen Wunden.

Im Bestfall verschwinden die Beschwerden und Einschränkungen sofort nach Behebung des Engpasses. Je nachdem, wie sehr Nerven und Muskeln bereits gelitten haben, kann die Erholungsphase längere Zeit in Anspruch nehmen und muss eventuell durch krankengymnastische Übungen unterstützt werden.

Direkt nach der Operation ist mit einer Einschränkung der Hand für einige Tage bis hin zu wenigen Wochen zu rechnen. Über einige Monate hinweg kann eine Kraftminderung des groben Greifens andauern.

Doch es lohnt sich. Dr. Giessler betont in Interviews und in zahlreichen Videos immer wieder, wie sehr ihr ein harmonisches Ganzes am Herzen liegt. Dazu gehört eben auch die Funktionstüchtigkeit jedes einzelnen Teilbereichs des „Gesamtkunstwerks Mensch“.

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