Morbus Dupuytren – wenn die Hand zum Problemfall wird

Morbus Dupuytren bezeichnet eine Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Meist entwickelt sich im flexiblen, weichen Abschnitt der Hand nahe der Fingergrundgelenke ein gutartiger Tumor. Dieser Tumor wächst kontinuierlich und beeinträchtigt ab einer bestimmten Größe die Flexibilität der Finger und der Hand. Wenn die Hand zum Problemfall wird, hat der Patient zunehmend Schwierigkeiten, seine Hände wie gewohnt zu nutzen.

Die Ursachen der Krankheit liegen nach wie vor im Dunkeln

Morbus Dupuytren ist seit fast 200 Jahren bekannt. Der französische Chirurg Guillaume Dupuytren hat die nach ihm benannte Krankheit in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts der Fachwelt vorgestellt. Seither wurde intensiv nach den Ursachen für diese Störung geforscht. Bisher jedoch ohne gesichertes Ergebnis. Vermutlich ist eine erbliche Veranlagung in Verbindung mit einem Trauma, also einer Verletzung der Hand, der Auslöser.

Männer sind von der Krankheit besonders häufig betroffen

In Deutschland gibt es etwa 1,5 Millionen Menschen, die an Morbus Dupuytren leiden. Die Krankheit tritt bei Männern deutlich häufiger und auch etwa 10 Jahre früher auf, als bei Frauen. Schätzungen zufolge sind etwa 30 Prozent aller Männer über 50 von dieser Krankheit betroffen. Bilden sich die Tumore erst im fortgeschrittenem Alter, wachsen sie aber meist nur langsam und führen nicht zu ernsthaften Beeinträchtigungen bei den Betroffenen. Ein Teil der Patienten muss allerdings damit rechnen, dass sich eine Dupuytren-Kontraktur herausbildet.

Der Krankheitsverlauf – wenn die Hand zum Problemfall wird

Morbus Dupuytren gehört zu den Fibromatosen. Darunter werden aggressiv wachsende Wucherungen des Bindegewebes verstanden, die aber in der Regel gutartig sind. Typisch für den Verlauf der Krankheit ist die Entwicklung von Knoten und Strängen auf der Handinnenfläche. Sehr häufig sind der Ringfinger und der kleine Finger betroffen.

Die Krankheit entwickelt sich meist über Jahre hinweg, wobei der Tumor schubweise wächst und sich die Symptome analog verschlimmern. Die beständig wachsenden Knoten und Stränge in der Hand führen letztlich dazu, dass die Finger sich versteifen und nicht mehr gestreckt werden können. Dieses Stadium wird auch als Dupuytren–Kontraktur bezeichnet.

Wie kann die Krankheit behandelt werden?

Neue, aggressiv wachsende Knoten können mit Hilfe einer Strahlentherapie behandelt werden. Dies führt in aller Regel zumindest zu einer Verlangsamung der Krankheit. Sobald die Flexibilität der Finger aber stark eingeschränkt ist, hilft nur mehr ein operativer Eingriff.

Patienten sollten sich hier nur einem Experten anvertrauen. Die erfahrene Chirurgin Dr. Svenja Giessler berät Sie in ihrer Praxis gerne ausführlich zu den Vorteilen sowie zu den Risiken einer Operation bei Morbus Dupuytren. Nach einer ausgiebigen Untersuchung wird Frau Dr. Giessler Ihnen die Therapiemöglichkeiten erläutern und gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Behandlungsstrategie festlegen.

 

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