Schmerzen nach einer Brustvergrößerung

Entscheidet sich eine Frau für eine Brustvergrößerung, ist es am Ende wichtig, dass die Brust keinesfalls operiert aussieht. Das durchschnittlich große BH-Körbchen soll, bezugnehmend auf die Statur und das Körpergewicht, gut gefüllt sein. Natürlich gibt es Frauen, die sich ein sehr „auffälliges“ Dekolletee wünschen – in Verbindung mit einer überdurchschnittlichen BH-Körbchengröße. Doch die erfahrene Chirurgin oder der Chirurg wird darauf achten, dass der Eingriff nicht die Funktion und die Gesundheit der Brust beeinträchtigt; wichtig ist, dass ein nachhaltiges Ergebnis erzielt wird, sodass die Frau einerseits zufrieden ist und andererseits keine erneuten Korrekturoperationen notwendig sind.

Eine Brustvergrößerung ist dabei immer eine größere Operation unter Vollnarkose, die nicht nur eine professionelle Vorbereitung und Durchführung durch erfahrene Fachärzte der ästhetisch-plastischen Chirurgie erfordert, sondern auch eine gute und umfassende Nachsorge. – Damit es nach einem Eingriff zu einer optimalen Verheilung der Narben kommt und Schmerzen minimiert werden. Doch welche Form der Schmerzen sind dabei im Rahmen der Behandlung „normal“ und welche nicht?

Die Tage danach

Nach dem Eingriff muss damit gerechnet werden, dass die Brüste geschwollen sind und schmerzen leicht; mitunter finden sich auf den Brüsten kleinere Blutergüsse. Die Fachärztin wird am Abend nach der Operation (und/ oder am Morgen des nächsten Tages) die Ergebnisse der Operation überprüfen und etwaige Probleme, das können Nachblutungen sein, behandeln.

Am Tag nach der Operation werden die Drainagen, die das Wund- und Blutsekret ableiten, entfernt. Die Patientin bekommt einen neuen Verband und einen Spezial-BH. Treten keine Komplikationen auf, kann sie die Klinik verlassen.

Was muss die Patientin berücksichtigen, sobald sie nach Hause geht?

Der Stütz-BH ist besonders in den ersten Wochen essentiell – er begünstigt die schnellere Genesung und stellt einen dauerhaften Operationserfolg sicher. Zudem gibt es ein paar „Verhaltensregeln“, welche unbedingt eingehalten werden müssen. Dazu gehören vor allem Ruhe und Schonung für den eigenen Körper. Bewegungen sollten langsam und mit Bedacht erfolgen.

In den ersten Wochen sind geschwollene Brüste und kleinere Blutergüsse normal. Aus diesem Grund sollten die Brüste regelmäßig gekühlt werden.

Nach zwei Wochen verschwinden die Blutergüsse bereits. Die Schwellungen klingen nach sechs Wochen bzw. zwei Monaten zur Gänze ab, spätestens dann sollten auch keine Schmerzen mehr spürbar sein.

Die Patientin braucht dennoch weiter Geduld. Schlussendlich sind die endgültigen Ergebnisse des Eingriffs oft erst nach sechs Monaten zu sehen.

Bei welchen Schmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Leichte Schmerzen sind normal. Patientinnen dürfen nicht vergessen, dass ihre Brüste aufgeschnitten und manipuliert wurden.  In der ersten Woche können zur Linderung – in enger Absprache mit der Fachärztin – Schmerzmittel eingenommen werden.

Wie lange „muss“ die Patientin die Schmerzen ertragen? Vorweg: Jede Frau ist anders – einige Patientinnen spüren nach einigen Tagen keine Schmerzen mehr, andere Frauen haben selbst Wochen später noch Beschwerden.

Werden die Schmerzen stärker, sollte unbedingt ein Arzt kontaktiert werden.

Wichtig ist, dass nach dem Eingriff keine blutgerinnungshemmenden Medikamente eingenommen werden – diese würden den Heilungsprozess verzögern. Auch Nikotin und Alkohol sollten im ersten Monat vermieden werden.

Hilfreiche Tipps und Tricks im Alltag

Neben den Schmerzmitteln gibt es andere Tipps und Tricks, die dazu führen, dass die Patientin geringere Schmerzen verspürt: Ruckartige Bewegungen sollten vermieden werden, da hier vor allem die Brustmuskeln beansprucht werden.

Zudem sollte die Patientin eine Liegeposition auf dem Rücken zum Schlafen einnehmen und sich unter keinen Umständen auf die Brüste legen. Das erfordert mitunter eine Umstellung der Schlafgewohnheiten.

Unumgänglich ist, dass der Spezial-BH ständig getragen wird – zumindest in den ersten sechs Wochen nach der Operation. So können einerseits Blutergüsse und Schwellungen vorgebeugt werden, andererseits wird der gesamte Brustbereich stabilisiert, sodass es zu einem perfekten Ergebnis kommt.

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